Alwine Deege

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Der Seelenvogel

Hoch oben in der Himmelswelt erwachte im frühen Morgenlicht die kleine Seele und wusste „Ich möchte auf die Erde um dort als Mensch zu leben und um all die Erfahrungen zu machen, die die Erdenkinder machen müssen um zu wachsen und zu lernen.“

Eh sie sich versah wurde sie von einem Lichtstrahl in die Herzen zweier Menschen geschickt. Die kleine Seele wuchs in einem winzigen Körper im Bauch der Mutter heran und als die Zeit gekommen und ihr Körper stark genug war - da wurde sie als kleines Mädchen geboren. Die Eltern nannten sie Neshumle was so viel heißt wie „geliebte kleine Seele“ und sie liebten Neshumle sehr. Sie lernte alles, was die Erdenkinder so lernen - und mit Freude entdeckte sie die Welt um sich herum.

 

Sie machte die ersten Schritte und lernte Laufen, sie kletterte auf Bäume und spielte, tanzte und sang mit ihren Geschwistern und anderen Kindern. Manchmal wenn sie traurig war oder ihr etwas weh tat weinte sie, wenn sie Angst hatte oder wütend war schrie sie und wenn sie glücklich war lachte sie vor Freude.

 

Besonders froh war sie beim Spielen, wenn die Sonne schien oder wenn ihre Mutter sang, wenn sie am Teich unter den Bäumen Vögeln zuhörte oder mit den Kindern um die große Linde tanzte. Am meisten aber fühlte sie sich leicht und glücklich und geborgen, wenn sie ein Klangspiel erklingen ließ, dass sie für einen Augenblick in eine andere Welt führte, und wenn ihre Mutter ihr die Lieder sang, die Neshumle an die Seelenwelt erinnerte aus der sie kam. Manchmal fühlte sie dann wieder das Licht und den wunderbaren Frieden dieser anderen Welt.

 

Doch als Neshumle heranwuchs  vergaß sie immer mehr das Klangspiel, das Singen und die Erinnerungen an die Seelenwelt. Zu sehr war sie mit den vielen aufregenden Erfahrungen ihres Erdenlebens beschäftigt. Längst war sie kein Kind mehr als sie sich zum ersten Mal verliebte und sich noch einmal das Tor in die Seelenwelt weit öffnete.

Später hatte sie eine Familie und erlebte all die vielen schönen und auch schwierigen Dinge des Erdenlebens. Sie war krank und wurde wieder gesund, sie war traurig und wurde wieder froh, sie musste sich trennen - von Menschen und Dingen,- und fand immer wieder Neues. Sie lernte das Dunkel und das Licht kennen. Das Lachen und Weinen begleitete sie.

Als sie älter wurde und ihre Mutter längst gestorben war erinnerte sie sich wieder an das Klangspiel und die Lieder ihrer Kindheit und sie begann wieder zu singen und ließ das Klangspiel erklingen. Und tatsächlich spürte sie manchmal wieder dieses wärmende liebevolle Licht in ihrem Herzen und es war ein bisschen wie ein Schmerz, dass sie sich von der Seelenwelt so entfernt fühlte. Immer größer wurde ihre Sehnsucht nach diesem inneren Licht,- und sie konnte sich immer öfter wieder erinnern,- besonders wenn sie sang oder den Klängen lauschte. Neshumle zeigte vielen Menschen, wie sie sich auch mit diesen himmlischen Klängen verbunden fühlen können. Und es machte sie glücklich wenn sie gemeinsam sangen. Doch ihr Körper wurde immer älter und müder und schien sich verbraucht zu haben. Und als er zu schwach wurde um noch weiter all die vielen Dinge zu tun, die Menschen tun, da spürte Neshumles Seelenvogel eines Tages, dass seine Zeit gekommen war, wieder zurück in die Seelenwelt zu fliegen.

 

An einem frühen Morgen machte sich Neshumle bereit für die weite Reise, sie verabschiedete sich von ihren lieben Erdenmenschen. Alle sangen ihr Seelenlied als  Neshumles Seelenvogel die Lichtflügel ausspannte und sich ganz leicht und ohne Angst aufschwang, der Sonne entgegen, zurück in ihre himmlische Heimat, zu der Seelenwelt aus Licht und Liebe ...

 

Alwine Deege

 

Um den Tod Kindern zu erklären kann man es mit einem Handschuh wunderbar verdeutlichen, dass der Körper (Handschuh) nicht der Mensch / die Seele ist.

Zubehör: Ein Handschuhe, in dem die Hand (der Seelenvogel) schlüpft, als er Mensch wird und in dem die Hand sich bewegt, spielt, fliegt, tanzt… und den er wieder abstreift, als er stirbt. Die 2. Hand mit einem Handschuh anderer Farbe können die Freunde, Familie… verdeutlichen, denen der Seelenvogel begegnet. Ein Shanti (Klangspiel) kann auch dabei sein.